Vorlesetag in der ALS

Wir sprechen nicht nur Deutsch!
Vorlesetag in der ALS

Bereits zum fünften Mal in Folge beteiligte sich die Astrid-Lindgren Schule (ALS) auch dieses Jahr wieder am bundesweiten Vorlesetag. Der Tag, der auf die Bedeutung  des Vorlesesens aufmerksam macht, wird jedes Jahr im November mit verschiedenen Vorleseaktionen in ganz Deutschland durchgeführt.

Viele Schülerinnen und Schüler an der ALS sprechen nicht nur Deutsch sondern haben eine andere Muttersprache – polnisch, russisch, chinesisch, englisch, italienisch, kroatisch, türkisch, griechisch, tamilisch oder auch arabisch, um nur ein paar zu nennen. Grund genug für den Förderverein, den Vorlesetag dieses Jahr unter das Thema „verschiedene  Sprachen  – verschiedene Kulturen“  zu stellen.

Aysel und Bermal Kirmizioglan  – Mutter und Tochter – lasen den Erstklässlern den „Farbenverdreher“  vor, und zwar immer abwechselnd auf Türkisch und Deutsch. Nicht gerade einfach, ist doch das Ergebnis der Geschichte, dass der Farbenverdreher neue Farben erschafft und so z.B. aus braun und gelb „brelb“ macht.

Die Zweitklässler hörten dann von Elena Chrysidou eine griechische Geschichte, bei der es um einen Raben, eine Ratte und eine geheimnisvolle Flaschenpost ging. Zum Schluss sagte Elena den begeisterten Kindern noch das griechische Alphabet auf.

Lustig ging es dann bei „Mama Muh will schaukeln“ weiter. John Sivakumar las das Buch auf Tamilisch, Heike Malchow vom Förderverein auf Deutsch. Nach dem Buch erfuhren die Drittklässler, dass das tamilische Alphabet 247 Buchstaben hat. John hatte den Kindern außerdem tamilische Schulbücher und Öllämpchen mitgebracht. Er erzählte, dass Tamilen bei jedem Treffen zu Beginn ein Öllämpchen entzünden. Und sogar zum Schmecken gab es etwas: tamilische Zitronenkekse für alle!

In der fünften Stunde waren dann endlich die Viertklässler dran, denen Jamila Akoudad und Nuha Kamal Ibrahim auf Arabisch und Deutsch vorlasen. Von Ihnen erfuhren die Kinder auch, dass in 22 Ländern der Erde arabisch gesprochen wird. Zwei davon präsentierten die beiden Vorleserinnen, die aus Marokko und dem Sudan kommen. Nach dem arabischen Märchen Prinzessin Sharifa,  gab es auch hier wieder eine sehr interessierte Fragerunde mit den Kindern. Diese wären gerne noch länger geblieben, aber die Schulglocke beendete den erlebnisreichen Vorlese-Vormittag.

Konrektorin Anne Martin und ihre Kolleginnen waren auch dieses Jahr wieder sehr angetan von der Vorleseaktion und freuen sich auf nächstes Jahr. Genau wie die Kinder: ein Drittklässler verabschiedete den tamilischen Vorleser John mit den Worten: „Und wann kommen Sie wieder zu uns?!“